Institut für Fahrzeugtechnik Stuttgart (IFS)

Elektromobilität

Intelligente Ladesysteme

Die Elektrifizierung des Antriebsstrangs ist seit einigen Jahren ein großes Forschungsfeld. Neben der Auslegung von mechanischen Komponenten spielen bei teil- oder vollelektrifizierten Antriebssträngen vor allem die Akkumulatoren sowie die Betriebsstrategie eine zentrale Rolle. Die Strategie beeinflusst dabei nicht nur Reichweite, sondern auch Lebensdauer der Energiespeicher. Das IFS erforscht neue Ansätze für Batteriemanagementsysteme mit dem Ziel, die Lebensdauer der Akkumulatoren deutlich zu erhöhen.

Nicht minder wichtig ist der Prozess des Nachladens, ist er doch mit einer Reihe teilweise konkurrierender Forderungen konfrontiert: Einerseits soll das Nachladen möglichst schnell erfolgen können, andererseits beeinträchtigen hohe C - Raten die Lebensdauer der Energiespeicher. Einerseits werden hohe Spannungslagen angestrebt, andererseits erfordert eine flächendeckende Versorgung mit 800 V Ladestationen erhebliche finanzielle Mittel. Neben rein technischen Fragen müssen die Einfachheit der Bedienung und die Sicherheit, insbesondere bei Hochvolt - Ladesystemen, berücksichtigt werden. Deshalb sind verschiedene Ladekonzepte und -strategien ein weiterer Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten. So wurde im Rahmen der öffentlich geförderten Forschungsprojekte BiPOL und BiPOL+ ein Algorithmus für das induktive Laden entwickelt, mit dem sich ein Fahrzeug automatisiert über der Primärspule positionieren kann.

 

In diesem 2+2 Förderprojekt des BMWi forschen 2 chinesische und 2 deutsche Partner im Umfeld des Ladens von Elektrofahrzeugen. Dabei werden auf chinesischer Seite Big-Data Ansätze zur Optimierung der Ladevorgänge betrachtet. Die deutschen Partner fokussieren sich auf das Rückspeisen von Energie ins Netz und auf die kabellose Kommunikation beim Laden.

Dipl.–Ing. Chris Auer über das Projekt EVIAN
Verfahren zum Betrieb eines Gleichspannungswandlers mit hoher Effizienz mittels dynamischer Regelung der Spuleninduktivität
Verfahren zum Betrieb eines Gleichspannungswandlers mit hoher Effizienz mittels dynamischer Regelung der Spuleninduktivität

Wenn die E-Mobilität einen Beitrag zur Netzintegration dezentraler Einspeiser durch eine Lastverschiebung leisten soll, muss die Ladedauer deutlich unter 10 h liegen und die Ladeleistung entsprechend angepasst werden.

Dr.-Ing. Dean Martinovic über das Projekt BIPoLplus

Der Forschungsschwerpunkt wird vom Lehrstuhl Kraftfahrzeugmechatronik bearbeitet.

Entwurf einer ganzheitlich optimierten Betriebsstrategie für lokale Netze.

Dr.-Ing. Thomas Riemer über eines der Ziele des Projektes ownGRID

Ihr Ansprechpartner

Dieses Bild zeigt  Michael Grimm
Dr.-Ing.

Michael Grimm

Bereichsleiter Kraftfahrzeugmechatronik und Elektronik

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